besteht ein Widerrufsrecht, die Bedingungen, Fristen und Verfahren für die Ausübung dieses Rechts gemäß Artikel 11 Absatz 1 sowie das Musterrücknahmeformular gemäß Anhang I Absatz B; Die derzeit unterschiedlichen Zeiträume der Widerrufsfristen sowohl zwischen den Mitgliedstaaten als auch bei Fern- und Außerhalb von Geschäftsräumen verursachen Rechtsunsicherheit und Befolgungskosten. Die gleiche Widerrufsfrist sollte für alle Fernabsatz- und Außerhalb von Geschäftsräumen geltenden Verträge gelten. Bei Dienstleistungsverträgen sollte die Widerrufsfrist nach 14 Tagen ab Vertragsschluss ablaufen. Bei Kaufverträgen sollte die Widerrufsfrist nach 14 Tagen ab dem Tag ablaufen, an dem der Verbraucher oder ein vom Verbraucher angegebener Dritter, der vom Beförderer genannt wird, den physischen Besitz der Waren erwirbt. Darüber hinaus sollte der Verbraucher in der Lage sein, das Widerrufsrecht vor dem Erwerb des physischen Besitzes der Waren auszuüben. Werden mehrere Waren vom Verbraucher in einer Bestellung bestellt, aber getrennt geliefert, so sollte die Widerrufsfrist nach 14 Tagen ab dem Tag ablaufen, an dem der Verbraucher den letzten Gut in Besitz nimmt. Werden Waren in mehreren Partien oder Stücken geliefert, so sollte die Widerrufsfrist nach 14 Tagen ab dem Tag ablaufen, an dem der Verbraucher den physischen Besitz der letzten Partie oder des letzten Stücks erwirbt. (4) Die Beweislast für die Ausübung des Widerrufsrechts nach diesem Artikel liegt beim Verbraucher. Diese Richtlinie berührt nicht die Freiheit der Mitgliedstaaten, im Einklang mit dem Unionsrecht festzulegen, was sie als Dienstleistungen von allgemeinem wirtschaftlichem Interesse betrachten, wie diese Dienstleistungen im Einklang mit den Vorschriften über staatliche Beihilfen organisiert und finanziert werden sollten und welchen spezifischen Verpflichtungen sie unterliegen sollten. Die Mitgliedstaaten sehen keine formgebenden Anforderungen für das Musterrücknahmeformular vor, das nicht in Anhang I Buchstabe B aufgeführt ist. Die Ausübung des Widerrufsrechts beendet die Verpflichtungen der Parteien: Unterschiede in der Art und Weise, wie das Widerrufsrecht in den Mitgliedstaaten ausgeübt wird, haben den Händlern, die grenzüberschreitend verkaufen, Kosten verursacht.

Die Einführung eines harmonisierten Muster-Widerrufsformulars, das der Verbraucher verwenden kann, sollte den Widerrufsprozess vereinfachen und Rechtssicherheit schaffen. Aus diesen Gründen sollten die Mitgliedstaaten darauf verzichten, dem unionsweiten Musterformular, z. B. in Bezug auf die Schriftgröße, Darstellungsanforderungen hinzuzufügen. Der Verbraucher sollte jedoch frei stehen, sich nach seinen eigenen Worten zurückzuziehen, sofern seine Erklärung, in der er seine Entscheidung, dem Unternehmer vom Vertrag zurückzutreten, eindeutig ist.