Fünf Monate nach Beginn der Verhandlungen hat eine Arbeitsgruppe der Sozialpartner schließlich einen Vertragsentwurf ausgearbeitet. Dies wurde im März 2011 von der ABBL und den jeweiligen Entscheidungsgremien der Gewerkschaften genehmigt. Einige Unternehmen, die unter die SCA fallen, haben auch einen Unternehmenstarifvertrag (Corporate Collective Agreement, CCA) abgeschlossen – siehe unten: Damit sollen angemessene Vereinbarungen über die Entschädigung für technisches Versagen geschlossen werden. Der Tarifvertrag 2016 zwischen Finansforbundet und der Grönländischen Wirtschaftsvereinigung (pdf, Dänisch) Ernst Wilhelm Contzen, Vorsitzender der ABBL, begrüßte die Vereinbarung als eine Vereinbarung, die zeigt, dass das luxemburgische Sozialmodell immer noch “operationell” ist, was trotz Spannungen und Problemen, die unüberwindbar schienen, zu einer Einigung führt. Er fügte hinzu, dass der neue Tarifvertrag es den Bankgeschäften nun ermöglichen werde, sich auf die Anschaffung neuer Kunden und die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle zu konzentrieren. Am 26. November 2010 fand ein zweites Treffen der Sozialpartner statt, und bei dieser Gelegenheit beendete die ABBL die Gespräche und verließ den Verhandlungstisch. Es wurde eine gemeinsame Pressemitteilung der Gewerkschaft (auf Französisch, 56 Kb PDF) herausgegeben, in der die Gewerkschaften Verhandlungen auf der Grundlage des vorherigen Tarifvertrags forderten und sich weigerten, auf die Rechte zu verzichten, die in früheren Tarifrunden für die Arbeitnehmer erworben wurden. Die ABBL kritisierte in einem am 30. November 2010 auf ihrer Website veröffentlichten Artikel (auf Französisch) die Gewerkschaften dafür, dass sie sich weigerten, die aktuelle Wirtschaftslage zu berücksichtigen, und dass die drastische Senkung der Bankeinnahmen automatische Gehaltserhöhungen im Dienstalter unhaltbar gemacht habe.

Die Arbeitgeber forderten von der Gewerkschaft realistischere Vorschläge. Für Unternehmen, die unter Standardtarifverträge (SCA) fallen, wurden allgemeine Gehaltserhöhungen von 4,2 % vereinbart, die 2020 um 2 %, 2021 um 1,2 % und 2022 um 1 % ausgeschüttet werden. Die Gewerkschaften des Sektors nahmen diesen Vorschlag als Zeichen dafür, daß die Arbeitgeber beabsichtigten, die sozialen Rechte, die bisher für die Arbeitnehmer in diesem Sektor erworben wurden, abzubauen. Da der bisherige Tarifvertrag im Herbst 2010 auslief, fand am 26. Oktober 2010 die erste Sitzung der Erneuerungsverhandlungen statt. Die festen Sätze in SCA und CCA werden um 6 % angepasst, da sie in erster Linie auf die nächsten 5 dänischen Kronen gerundet werden. Wenn in CCA kein Kurs angegeben ist, ist es der gleiche Satz, der in SCA angegeben ist. Die detaillierte Umsetzung der festen Sätze in CCA erfolgt nach örtlicher Vereinbarung.

Darüber hinaus wird die gleiche Praxis angewandt, die bei früheren Tarifverlängerungen angewandt wurde. Am 16. April 2011 schlossen schließlich die ABBL, die ALEBA, der Luxemburger Gewerkschaftsbund (OGB-L/SBA) und der Christliche Gewerkschaftsbund Luxemburg (LCGB-SESF) einen Tarifvertrag für den Sektor. Unternehmen mit einem besonderen Tarifvertrag – nicht Mitglieder der FA Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von drei Jahren, vom 1. April 2020 bis zum 31. März 2023. Am 12. Juli 2018 unterzeichnete die Luxemburger Bankiervereinigung (ABBL) den neuen Tarifvertrag (CBA) für Bankangestellte 2018-2020 mit dem Luxemburger Bankenverband und dem Gewerkschaftsvertreter des Finanzsektors.

Diese Vereinbarung legt die Arbeitsbedingungen für Mitarbeiter fest, die Positionen besetzen, die in ihren Zuständigkeitsbereich fallen. Die neue KBA enthält eine Reihe wichtiger Änderungen, aber wir werden uns auf den Aspekt der Arbeitsplatzklassifizierung in diesem Artikel konzentrieren, da dies eine erhebliche Investition in Zeit und Aufwand erfordert und äußerst problematisch sein könnte, wenn es falsch gemacht wird.